Miham                           

Ich steige aus dem Boot, die dunklen Rauchschwaden der brennenden Ölfelder ziehen über die Stadt, vereinzelt höre ich Schüsse. Mit Essam verlasse ich den Hafen, Hunde streunen durch die Straßen, wühlen im Müll, der schon wochenlang in der Sonne liegt. Die Hitze unerträglich. Wir laufen die Straßen weiter, in denen ich mich früher herumtrieb, wo ich mit den Alten abends Schach spielte, stundenlang. Wieder höre ich Schüsse. Ein männlicher Korpus liegt in einer Regenrinne, ein Schwarm von Fliegen über ihm. Eine Patrouille vor uns, zwei junge Männer mit Gewehren, ihre Gesichter furchtbar jung. Essam wechselt ein paar Worte, sie lassen uns durch. Er reicht mir ein weißes Tuch. Ich soll es um meinen Hals geben, das Denguefieber sei vor einigen Wochen ausgebrochen, und hier wäre es besonders stark verbreitet, wochenlanges Dahinsiechen, das bei einem geschwächten Organismus zum Tod führen könnte. Viele Kinder habe es erwischt, die nach der Belagerung kaum noch zu Essen hatten, erzählt mir Essam. Wir nähern uns der Vulkankuppe, von wo wir in das dahinter liegende Stadtzentrum gelangen können. Vor uns das Meer, ein Kriegsschiff im Hafen, Kampfjets donnern über uns vorbei, Sekunden später hören wir die Detonationen in den Vororten, schwarzer Rauch steigt auf, mehrere Gebäude wurden getroffen. Nach hundert Metern stoßen wir auf den Markt, wo wir einst Qat gekauft hatten, nun verlassene Hütten, manche niedergebrannt, bloß das Schiff auf der Säule thront noch über dem Platz. Vorsichtig müssen wir sein, es gebe noch Heckenschützen, meinten die Männer auf dem Boot. In den Straßen Bauschutt, jahrhunderte alte Häuser zusammengebrochen, bloß noch Geröll, das irgendwann weggeräumt wird. Ein Junge überquert mit einem Wasserbehälter den Platz und verschwindet zwischen den Hütten. Essam zieht mich in den Hinterhof eines Hauses. In der Ecke lungert eine Gruppe Männer, zwei Kalaschnikows liegen vor ihnen. Sie starren mich an, ob ich Waffen habe, will einer von ihnen wissen. Ich schüttle den Kopf.

Zwei Stunden hätte ich Zeit, bevor sie wieder ablegen und zurück nach Dschibuti fahren würden, sagte der Kapitän. Länger könnten sie nicht warten, zu gefährlich sei es. Das Bombardement würde wieder einsetzen. Zwei Stunden müssten genügen um Miham zu finden. In einem Flüchtlingslager in einer der Vorstädte sei sie, hatte mir Saleh über Skype erzählt, bevor der Kontakt abgebrochen war. Dunkle Rauchschwaden ziehen vom Meer her. Die Gesänge des Muezzins hallen gespenstisch durch die leeren Straßen. Eine

Wasserpfütze vor uns, unsere Spiegelbilder glänzen in ihnen, verschwimmen, bis sie schließlich ineinander übergehen. Essam zeigt auf einen weißen Wagen, die vordere Beifahrertür steht offen. Er gibt mir zu verstehen, dass ich einsteigen soll. Wir rollen die Straße hinunter, Essam lässt die Kupplung aus und mit einem Ruck startet das Auto. Er tritt auf das Gaspedal, am Ende der Straße biegt er nach rechts, hinunter zum Meer. Ausgebrannte Autowracks vor den Häusern, der Geruch von verbranntem Plastik liegt in der Luft. Ich frage mich, ob ich Miham diesmal finden werde. Ein alter Panzer kommt uns entgegen, einige Jugendliche sitzen auf der Vorderseite des Gefährts und schwingen die Fahne des Südens. Das Fußballstadium ist komplett zerstört, am Spielfeld tiefe Bombenkrater. Die Rollbahn des Flughafens war schon vor einigen Wochen zerstört worden. Jedes-in-die-Stadt-kommen-Wollen war aussichtslos, bloß der Seeweg blieb noch. Doch auch hier lauert Gefahr, heftige Stürme, die innerhalb von Stunden aufkommen konnten. Ich erinnere mich an Mihams Vater, wie er bei meinem ersten Besuch mit einem Gipsfuß im Bett lag und von seinen Söhnen mit Qat versorgt wurde. Ich frage mich, ob ich verrückt bin. Kein vernünftiger Mensch, kommt freiwillig in diese Stadt zurück. Erst vor einigen Tagen war ein Amerikaner, der seine Familie aus der Stadt bringen wollte, ums Leben gekommen. Er wollte sein Auto betanken und geriet in einen Schusswechsel. Die amerikanische Regierung hatte ihr Evakuierungsprogramm schon vor einigen Wochen abgeschlossen, nun konnte man bloß noch auf eigene Gefahr ausreisen. Wir fahren an den Hügeln vorbei, ein Öltanker weit weg auf hoher See. Wir kommen ins Botschaftsviertel, einige der schönsten Villen wurden gesprengt. Ein abgemagerter Hund am Straßenrand, ein Gerippe, das sich langsam vorwärts bewegt. Mehrere Raketen haben die französische Botschaft getroffen, die Palme aus dem Innenhof hat sich über die Schuttmassen gelegt, als würde sie das Gebäude noch zu schützen versuchen. Ich schlucke, Essam schweigt, Schweiß rinnt ihm von der Stirn. Wieder höre ich das Surren der Kampfjets, dann eine Detonation. „Es geht ihnen nicht darum zu gewinnen oder zu verlieren, ihr einziges Ziel ist die Zerstörung, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel zu zerstören.“ Essam lacht und schaltet vom zweiten hoch in den dritten Gang. Wie oft war er in den letzten zwei Monaten schon dem Tod entkommen? Schräg über die Straße stehen zwei ausgebrannte Panzer, als wären sie so angeordnet worden, um ein Weiterkommen zu verhindern. Ein Hinterhalt, schießt es mir durch den Kopf. Doch dann winkt uns ein bärtiger Mann mit einem Gewehr durch. Essam fährt im Schritttempo. Der Hinterteil eines Panzers war weggebrochen. Essam schaut ernst. Er versorgte in den letzten Wochen die Aufständischen mit Waffen, lieferte sie von einem Ort zum anderen. Eine frische Narbe ziert seinen Oberarm. Nichts ist von seinem entspannten Lächeln von früher übrig geblieben, tiefe Falten haben sich in sein Gesicht eingeprägt.  Drei Männer mit Gewehren um die Schulter stehen am Straßenrand. Langsam rollen wir auf sie zu. Der Mittlere der drei, ein großer, hagerer Kerl, richtet seine Waffen auf uns. Essam bleibt stehen, dreht die Fensterscheibe runter, wechselt ein paar Worte. Einer der Männer öffnet den Kofferraum. Dann können wir weiter. Mehrere Autoreifen liegen auf der Straße, im Zickzackkurs fahren wir um sie herum. Ein Baukran war auf ein zerschossenes Gebäude gefallen, das vor Wochen noch ein Hotel war. Wir fahren auf die Hügel vor der Stadt zu, die ersten Sanddünen sind zu sehen. Ein verlassener Lkw am Straßenrand. Dahinter die Raffiniere, dunkler Rauch quillt aus ihr hervor, Flammen schlagen haushoch in die Luft. „Seit drei Tagen“, flüstert Essam. „Diese Hunde haben sie absichtlich in Brand geschossen.“ Ich erinnere mich, wie ich ihm die ersten Brocken Deutsch beibrachte, wie er verzweifelt versuchte, von eins bis zehn zu zählen und immer wieder an der Aussprache scheiterte. Die Rauchschwaden legen sich über die Straße, ziehen über uns hinweg, hin zum Meer, nur mehr schrittweise kommen wir voran. Ein Holzwagen mit einem Jungen vor uns, davor ein Kamel gespannt. Hin und wieder lässt der Junge eine Peitsche aufs Kamel niedersausen. Zwischen den Sanddünen taucht am Horizont die Flüchtlingssiedlung auf, Blechhütten, einige Zelte. Hier her sind Frauen mit ihren Kindern und alte Männer geflüchtet und jene, die nicht übers Meer gelangen konnten. Das Paradies der Hoffnungslosen. Nur jeden zweiten Tag werde ein Lkw mit dem Nötigsten durchgelassen, erzählt Essam. Mehrere Männer stehen am Eingang, sie schauen mich neugierig an. Vermutlich haben sie schon lange keinen Europäer mehr gesehen. „Hi man, how are you?“, ruft mir einer von ihnen zu, wahrscheinlich die einzigen Worte, die er auf Englisch sprechen kann. Sie bilden einen Ring um uns. Essam spricht eine Weile mit ihnen, schließlich lassen sie uns ins Lager. Einfache Holzhütten aneinandergereiht, im Staub spielende Kinder. Eine ältere Frau lehnt entkräftet an einer Tür, mit einer Schüssel klopft sie gegen die Holzwand. Ihre dunklen Augen stechen aus dem Gesicht hervor. Nach einer Weile verschwindet sie wieder in der Dunkelheit des Raumes hinter ihr. Ein Mann liegt auf dem Boden, sein linkes Bein bloß noch ein Stumpf, bedeckt mit einem weißen Tuch. Je weiter wir in das Lager eindringen, umso mehr Müll finden wir in den engen Gängen. Mir erscheint die Suche immer hoffnungsloser, auch wenn Miham hier wäre, würden wir sie nicht so leicht finden. Essam unterhält sich mit einem dunkelhäutigen kräftigen Mann, eine Kette baumelt um seinen Hals, wahrscheinlich war er Somalier, oder Jemenit mit indischen Vorfahren. Viele hier hatten indische Vorfahren. Der Mann schüttelt mehrmals den Kopf, er wirkt aggressiv. Essam steckt ihm einen 50-Dollar-Schein zu. Die brütende Nachmittagshitze setzt mir zu. Bloß ein paar Kilometer weg waren kilometerlange Sandstrände, vollkommen unberührt. Das Fischerdorf, das ich mit Essam vor nicht allzu langer Zeit besuchte, kommt mir in den Sinn. Die spielenden Kinder, die umherlaufenden Ziegen in den Straßen, die verfallenen Fischerhütten direkt am Strand. Seit Generationen schon fuhren die Einwohner des Dorfes bei Einbruch der Morgendämmerung mit ihren Fischernetzen hinaus aufs Meer und kehrten erst abends zurück. Die Gesänge der Fischer hallen mir nun im Ohr.

Ein Kind zerrt mich an der Hose, Essam spricht noch immer mit dem Fremden. Er hätte auch Ringer sein können. Mit ein paar hastigen Handbewegungen versuche ich, die um mich kreisenden Fliegen zu verscheuchen. Ein paar Hütten weiter höre ich Babygeschrei, dann wieder Hundebellen. Ich spüre die salzige Luft des Meeres. Die Zeit wird knapp. Essam kommt, er meint, wir müssen in den nördlichen Teil des Lagers, ob Miham dabei sei, könne er nicht sagen. Von weitem höre ich wieder eine Detonation. Der Boden bebt, Rauchschwaden steigen in die Höhe. Hinter den Hügeln sehe ich den Vulkankrater, der sich aus dem Meer heraus erhebt. Die Leute hier sind so zäh, wie das Vulkangestein, heißt es. Ich stolpere über eine Holzkiste, falle zu Boden. Essam reicht mir die Hand. „Es ist sinnlos“, rufe ich ihm zu, „wir werden sie hier nicht finden.“ Noch zwei weitere Lager gebe es in der Stadt, doch die seien schwer zu erreichen und es sei weitaus gefährlicher dorthin zu kommen. Wir müssten durch Feindgebiet, was nur durch einige Zahlungen zu schaffen sei, erklärt mir Essam. Bald sind wir bei den hintersten Hütten des Lagers, die nur mit einer Plastikfolie und ein wenig Laub bedeckt sind, angekommen. Meine Suche erscheint mir, als hätte ich mich in einem amerikanischen Kriegsfilm als Schauspieler verloren. Sobald der Dreh vorbei wäre, würde ich wieder in mein geschütztes, mit Klimaanlage ausgestattetes Apartment zurückkehren. Wieder höre ich eine Detonation, außer oder innerhalb meines Körpers, alles verwischt. Ich sehe die fremden Gesichter vor mir, die mich mit klaren dunklen Augen anblicken. Ein paar Kinder tänzeln aufgeregt um mich herum, schreien: „Hi mister, how are you. Fine.“ Immer wieder wiederholen sie die Wörter, ziehen an meiner Hose. Wir irren weiter, klappern die restlichen Hütten ab, von Miham keine Spur. Nein, hier wäre sie bestimmt nicht, erzählt uns ein Mann mit spitzem Gesicht und fein gekraustem Haar. Er scheint, so was wie ein Aufseher zu sein. Eine Frau in Burka läuft an mir vorbei und verschwindet in einer Hütte mit gelbem Türrahmen. Ich schaue zu Essam. Er zuckt bloß mit den Achseln. Ein stechender Geruch schlägt uns entgegen und wir kämpfen uns zum Ausgang zurück. Ich schweige, als wir wieder im Auto sitzen. Er könne nichts dafür, wollen mir seine Augen sagen. Er lässt den Motor an. Ob ich zurück zum Schiff wolle, fragt er mich. Ich starre geradeaus, der Himmel wolkenlos. Oft waren wochenlang keine Wolken zu sehen, bloß dieser blaue Himmel, tagein tagaus, diese Monotonie, die einen fast verrückt machen kann. „Schiff“, murmle ich. „Schiff.“

Ich lache, mein Ziel hat sich aufgelöst. Ich blicke zu den brennenden Ölraffinerien, die Rauchschwaden waren nun nicht mehr so dicht. Ich verspüre nicht die geringste Lust mich zurück aufs Schiff bringen zu lassen, wieder den Weg über das Meer nach Dschibuti zu nehmen. Bei der Hinfahrt wurden wir von den Hügeln her beschossen, die Einschüsse waren noch auf der Vorderseite des Bootes zu sehen. Wir mussten daraufhin wieder hinaus aufs offene Meer und näherten uns der Stadt von Norden her. Essam fährt los. Meinen Körper durchdringt ein Schmerz, als wäre ihm eine nicht verträgliche Medizin verabreicht worden. Ein ausgebranntes Autowrack liegt auf dem Rücken inmitten der Sanddünen. Wir kommen an einer weiteren Raffinerie vorbei, die vielfach verzweigten dicken Rohre wirken wie ein Kunstwerk. Wir waren hier oft vorbeigekommen, als wir zum Strand fuhren um Qat zu kauen, wo wir dann auf einem Felsen sitzend, stundenlang auf das Meer hinausblickten, und dabei die vorbeifahrenden Öltanker beobachteten, während wir uns über Gott und die Welt unterhielten.

Meine Suche muss ihm vollkommen absurd erscheinen, ein Europäer, der sich durch ein Kriegsgebiet chauffieren lässt, kann nicht ganz bei Trost sein, ein Verrückter. Wir rollen am Meer vorbei, die schmale Straße zurück ins Zentrum, zum Hafen. Wir wären ein perfektes Angriffsziel, nirgendwo hier könnten wir Unterschlupf finden. Ich kann nicht wieder auf das Schiff steigen. Am Ende der Strandpromenade sehe ich das Einkaufszentrum, das bloß noch ein Haufen Schutt ist. Hier haben sich all die Liebespärchen der Stadt heimlich getroffen. Meist saßen sie hinter dem Parkplatz auf den Stufen, die hinunter zum Meer führten. Beim Einbruch der Dunkelheit trafen sie sich, hielten Händchen und küssten sich, während die Wellen beständig gegen das Gestein schlugen. Doch jetzt war nur noch ein Teil der Fassade des Gebäudes zu sehen, der Platz wird nur noch in meiner Erinnerung weiter existieren und im Kopf aller jener Liebespärchen, die sich hier zum ersten mal näher gekommen waren, er wird ihr Geheimnis bleiben, und für sie immer etwas Verbindendes haben. An der Kreuzung halten wir kurz, ich springe aus dem Auto, sehe noch Essams überraschten Blick. Dann höre ich Schüsse, neben der Straße wirbelt der Staub auf. Essam gibt Gas, ich sehe wie der Wagen an der Kuppe verschwindet. Ich laufe auf das Einkaufszentrum zu, wieder höre ich Schüsse. Ich verstecke mich auf den Stufen, die hinunter führen zum Meer. Höre die Wellen gegen das Gestein klatschen. Mein Atem geht schnell, ich betrachte meine Füße, versichere mich, dass ich nirgends getroffen wurde. Ich starre auf das Meer, die Minuten verrinnen.

Ich gehe zu den Hügeln hoch, komme zurück zum Markt, der Geruch von verbranntem Holz schlägt mir entgegen, ein Hundekadaver liegt in der Sonne, hunderte von Fliegen surren um ihn herum. Die Häuser ringsum scheinen leer zu stehen, bei manchen stehen Türen und Fenster offen, andere wiederum waren ausgebrannt. Eine Katze streunt verloren über den Platz. Auf der angrenzenden Straße liegen Kleidungsstücke lose verstreut, T-Shirts, Hosen, Unterwäsche. Ich höre ein Hundejaulen zwischen den Häusern.  Binnen einer halbe Stunde würde es dunkel werden, die Sonne würde einfach ins Meer fallen und von ihm verschluckt werden. Dann würde der Häuserkampf wieder beginnen. Ich überlege Richtung Hafen zu laufen, komme an einer Schule vorbei. Ein Militärjeep steht vor dem Eingang, Einschusslöcher sind an der Wand zu erkennen. Ich laufe den Vulkankrater hoch. Der Berg ist noch immer von den Rauchschwaden der Ölraffinerie eingehüllt, nur ab und zu zeigt er sich. Die Luftfeuchtigkeit setzt mir zu. Mit jedem Schritt, den ich weiter nach oben komme, zeigt sich mir das Ausmaß der Zerstörung in der Stadt mehr, ganze Straßenzüge sind platt gewalzt. Wenn ich es nicht in den Hafen schaffen würde, wäre ich bald den Scharfschützen ausgeliefert. Ein ausgehungertes Hunderudel streunt vor mir. Bloß keine Schwäche zeigen. Ein braun gescheckter Hund mit ausgebissenen Fellstücken, kommt näher. Zwei weitere Hunde, ein schwarzer mit blutunterlaufenen Augen und ein brauner, folgen ihm. Ich schnappe ein neben der Straße liegendes Eisenrohr und lasse es durch die Luft wirbeln. Doch nur für einen Moment weichen sie zurück, um mich dann einzukreisen. Bellend tanzen sie um mich herum. Mit dem Eisenrohr schlage ich ein paar Mal kräftig auf ein leeres Regenfass. Die Hunde verschwinden zwischen den Hütten, nur noch vereinzelt ist ein Bellen ist zu hören. Von der Kuppe sehe ich hinunter auf den Hafen, in der Dämmerung ist er nur mehr schemenhaft zu erkennen, mein Schiff ist verschwunden. Die weißen Grabsteine des englischen Friedhofs an der Stadteinfahrt leuchten gespenstisch. Die Stimme des Muezzins erklingt, hüllt die Stadt in einen Schleier, während weit hinten Einschläge von Raketen zu hören sind.